Fluorkunststoffe (PTFE · PVDF · ECTFE · PFA · FEP · MFA)

Allgemeine Anwendungen

  • Maschinenbau
  • Halbleiterindustrie
  • Medizinischer Apparatebau
  • Elektrotechnik
  • Chemische Industrie
  • Biotechnologie
  • Lebensmitteltechnik
  • Medizintechnik
  • Pharmazeutische Industrie
  • Transport- und Fördertechnik
  • Pumpen- und Armaturentechnik
  • Laborbau

Polytetrafluorethylen (PTFE)

ist ein teilkristalliner Fluorkunststoff und zählt zu der Gruppe der Thermoplaste. Die außergewöhnliche Kombination von überragenden Eigenschaften resultiert im Wesentlichen aus der Molekularstruktur. Das Fluoratom in Verbindung mit Kohlenstoff sowie die nahezu vollständige Abschirmung der unverzweigten Kohlenstoff-Kette durch Fluoratome bewirken eine außerordentliche Beständigkeit in chemischer und thermischer (-200 °C bis +260 °C) Hinsicht.

Polytetrafluorethylen zeichnet sich besonders durch den niedrigsten Reibungskoeffizienten aller Feststoffe und höchste Chemikalienwiderstandsfähigkeit aus. PTFE eignet sich aufgrund seiner ungewöhnlichen Eigenschaften als Spezialkunststoff für viele Einsatzgebiete. Der Einsatz von PTFE bringt bei kritischen Anwendungen höhere Standzeiten, mehr Sicherheit, verbesserte Funktionen und bietet damit Wettbewerbsvorteile bei schwierigen Anwendungen.

Eigenschaften

  • sehr gute Gleiteigenschaften - Selbstschmiereffekt
  • keine Wasseraufnahme, wasserabstoßend
  • antihaftend
  • außergewöhnlich breiter thermischer Anwendungsbereich von -200 °C bis +260 °C
  • nahezu universelle chemische Widerstandsfähigkeit
  • gute elektrische und dielektrische Eigenschaften
  • beständig gegen Heißwasserdampf
  • licht-, witterungs- und strahlenbeständig
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich

 

Anwendungen

  • Dichtungs- und Gleitelemente
  • Korrosionsschutz
  • Isolierteile
  • Ummantelungen und Beschichtungen von Kolben, Heizelementen, Walzen, Membranen etc.
  • Implantate
  • Konstruktionsteile im medizinischen Apparatebau
  • Bauteile für die Lebensmittelindustrie
  • Schläuche

Polyvinylidenfluorid (PVDF)

ist ein thermoplastischer Fluorkunststoff. Er weist eine gute bis sehr gute chemische Widerstandsfähigkeit auf und ist gegenüber PTFE wesentlich härter und steifer. Gegenüber anderen Fluorkunststoffen bietet PVDF in vielen Anwendungsfällen Vorteile: Er lässt sich leicht verarbeiten und hat gute mechanische Eigenschaften. Polyvinylidenfluorid empfiehlt sich aufgrund seiner hohen Reinheit für den Kontakt mit Reinstwasser und hochreinen Chemikalien. Außerdem ist PVDF speziell für den Korrosionsschutz in der chemischen Industrie geeignet. Weitere Anwendungen liegen wegen der physiologischen Unbedenklichkeit im Pharma-Bereich.

Eigenschaften

  • verfügt über die besten mechanischen Eigenschaften aller ungefüllten Fluorkunststoffe
  • sehr gut zerspanbar
  • gute Schweißbarkeit
  • erfüllt höchste Ansprüche an Reinheit
  • zugelassen nach FM 4910
  • hohe thermische Belastbarkeit
  • sehr widerstandsfähig gegen Chemikalien
  • sehr gut elektrisch isolierend
  • heißwasserbeständig
  • sehr gute Strahlenbeständigkeit
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich


Anwendungen

  • Drehteile für industrielle Anwendungen
  • Auskleidungen von GFK- und Stahlbehältern
  • Betonschutzplatten
  • Pumpengehäuse
  • Filterplatten, Filterglocken
  • Ventilgehäuse
  • Stecker
  • Isolatoren
  • Flansche
  • Rühr- und Knetelemente
  • Walzen
  • Dichtungen
  • Gleitteile
  • Rohrleitungsbauteile

Ethylen Chlortrifluorethylen (ECTFE)

ist ein teilkristalliner Hochleistungsthermoplast mit sehr guter chemischer Beständigkeit für höchste Anforderungen. Ethylen Chlortrifluorethylen erweist sich durch seine antiadhäsive und leicht zu säubernde Oberfläche als sehr wirtschaftlich und eignet sich besonders für den Einsatz im alkalischen Bereich. Dieser Werkstoff ist die optimale Ergänzung zum bewährten PVDF im Korrosionsschutz.

Eigenschaften

  • sehr zäh
  • gute Spannungsrissfestigkeit im alkalischen Bereich
  • gut schweißbar
  • thermisch hoch belastbar
  • beständig gegen hochkonzentrierte Chemikalien
  • gut elektrisch isolierend
  • sehr hoher Sauerstoffindex
  • hydrolyse- und heißdampfbeständig
  • ausgezeichnete Witterungs- und Strahlenbeständigkeit
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich


Anwendungen

  • Rohrleitungsbauteile
  • Behälterauskleidungen
  • Dichtungen
  • Drehteile
  • Gleitlager
  • Walzen
  • Halbleiterbauteile

Perfluor Alkoxyalkan Copolymer (PFA)

sind thermoplastisch verarbeitbare Fluorkunststoffe, die in ihren Eigenschaften, chemisch und thermisch, dem PTFE ähnlich sind. Sie vereinen alle herausragenden Eigenschaften von PTFE, lediglich die Dauergebrauchstemperatur liegt bei diesen Werkstoffen niedriger. Sie unterscheiden sich untereinander nur geringfügig, so haben z.B. PFA (+260 °C) und MFA (+250 °C) eine höhere Dauergebrauchstemperatur als FEP (+205 °C), weisen dafür ein etwas geringeres E-Modul (Steifigkeit, Festigkeit) auf. Bauteile aus PFA, FEP und MFA sind durchscheinend bis transparent, porenfrei und kommen vorwiegend zum Einsatz, wenn mit ultrareinen Stoffen gearbeitet wird. Sie sind gut schweißbar und besonders geeignet für Auskleidungen und Duallaminatkonstruktionen im Hochtemperaturbereich, die zusätzlich extreme chemische Belastungen aufweisen.

Eigenschaften

  • gute Spannungsrissbeständigkeit
  • gut schweißbar
  • hohe Reinheit
  • hervorragende thermische
  • Belastbarkeit
  • sehr hohe Chemikalienwiderstandsfähigkeit
  • hohe elektrische Widerstandsfähigkeit
  • sehr hoher Sauerstoffindex
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich


Anwendungen

  • Auskleidungen von GFK- und Stahlbehältern
  • Duallaminatkonstruktionen
  • Rohrleitungsbauteile
  • Dichtungen
  • Gleitlager
  • Walzen
  • Fadenführer

Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen (FEP)

sind thermoplastisch verarbeitbare Fluorkunststoffe, die in ihren Eigenschaften, chemisch und thermisch, dem PTFE ähnlich sind. Sie vereinen alle herausragenden Eigenschaften von PTFE, lediglich die Dauergebrauchstemperatur liegt bei diesen Werkstoffen niedriger. Sie unterscheiden sich untereinander nur geringfügig, so haben z.B. PFA (+260 °C) und MFA (+250 °C) eine höhere Dauergebrauchstemperatur als FEP (+205 °C), weisen dafür ein etwas geringeres E-Modul (Steifigkeit, Festigkeit) auf. Bauteile aus PFA, FEP und MFA sind durchscheinend bis transparent, porenfrei und kommen vorwiegend zum Einsatz, wenn mit ultrareinen Stoffen gearbeitet wird. Sie sind gut schweißbar und besonders geeignet für Auskleidungen und Duallaminatkonstruktionen im Hochtemperaturbereich, die zusätzlich extreme chemische Belastungen aufweisen.

Eigenschaften

  • gute Spannungsrissbeständigkeit
  • gut schweißbar
  • hohe Reinheit
  • hervorragende thermische
  • Belastbarkeit
  • sehr hohe Chemikalienwiderstandsfähigkeit
  • hohe elektrische Widerstandsfähigkeit
  • sehr hoher Sauerstoffindex
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich


Anwendungen

  • Auskleidungen von GFK- und Stahlbehältern
  • Duallaminatkonstruktionen
  • Rohrleitungsbauteile
  • Dichtungen
  • Gleitlager
  • Walzen
  • Fadenführe

Tetrafluorethylen-Perfluor-Methylvinylether (MFA)

sind thermoplastisch verarbeitbare Fluorkunststoffe, die in ihren Eigenschaften, chemisch und thermisch, dem PTFE ähnlich sind. Sie vereinen alle herausragenden Eigenschaften von PTFE, lediglich die Dauergebrauchstemperatur liegt bei diesen Werkstoffen niedriger. Sie unterscheiden sich untereinander nur geringfügig, so haben z.B. PFA (+260 °C) und MFA (+250 °C) eine höhere Dauergebrauchstemperatur als FEP (+205 °C), weisen dafür ein etwas geringeres E-Modul (Steifigkeit, Festigkeit) auf. Bauteile aus PFA, FEP und MFA sind durchscheinend bis transparent, porenfrei und kommen vorwiegend zum Einsatz, wenn mit ultrareinen Stoffen gearbeitet wird. Sie sind gut schweißbar und besonders geeignet für Auskleidungen und Duallaminatkonstruktionen im Hochtemperaturbereich, die zusätzlich extreme chemische Belastungen aufweisen.

Eigenschaften

  • gute Spannungsrissbeständigkeit
  • gut schweißbar
  • hohe Reinheit
  • hervorragende thermische
  • Belastbarkeit
  • sehr hohe Chemikalienwiderstandsfähigkeit
  • hohe elektrische Widerstandsfähigkeit
  • sehr hoher Sauerstoffindex
  • selbstverlöschend gem. UL 94-VO
  • physiologisch unbedenklich


Anwendungen

  • Auskleidungen von GFK- und Stahlbehältern
  • Duallaminatkonstruktionen
  • Rohrleitungsbauteile
  • Dichtungen
  • Gleitlager
  • Walzen
  • Fadenführer

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